15 Jahre Laborlexikon

Start | Hinweis | Impressum



  
A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z 
 

 Tabellen 

 Indikations- und Auffrischimpfungen  (STIKO 7/2009) 

     

Ursachen und Diagnostik des AGS

AIDS: Sekundärkrankheiten mit Erregern

altersabhängige Normwerte für Aminosäuren im Serum

altersabhängige Normwerte für Aminosäuren im Urin

ANA-Muster und mögliche (ENA-) Zielantigene

Eisen, Ferritin und Transferrin bei hypochromen Anämien

Differentialdiagnose des hereditären Angioödems von anderen Angioödemen

Erreger und Antibiotika der 1.Wahl

Wirkspektrum systemischer Antimykotika

Arbeitsmedizinische Untersuchungen und BAT-Werte

Arbo-Viren, Überträger und Krankheitsbilder

Normalwerte des Blutbildes bei Kindern

Borreliose: Stadien und Symptome

Spezifität von Banden im Borrelien-Blot

Differentialdiagnose der Erkrankungen des Calciumstoff-
wechsels

Campylobacter- Infektionen

Chlamydien-
Infektionen

Norm, Bewertung:  HDL- und LDL-Cholesterin

Coombs-Test

Interpretation von Cortisol und ACTH-Werten

Drogenscreening, Nachweisbarkeit

Enteritis durch E. coli

Eisenstoffwechsel- störungen

Proteine der Eiweiß-
Elektrophorese
- Fraktionen

Krankheitsassoziation von ENA-Antikörpern

relevante Enteritis-
Erreger

Übersicht 
Enteritiserreger

Enteritiserreger vom Ruhr-Typ und vom Cholera-Typ

Enteritis: Untersuchungsgänge bei Verdacht auf Darminfektion (MiQ 9/2000) Teil 1: Regelfall

Enteritis: Untersuchungsgänge bei Verdacht auf Darminfektion (MiQ 9/2000) Teil 2: Sonderfälle

Faktor VIII und vWF: Nomenklatur und Funktion

Filarien: Diagnostik und Klinik

Diagnosekriterien einer benignen Gammopathie

gastrointestinale Erkrankungen und assoziierte Antikörper

Gerinnungsfaktoren

Inhibitoren der Gerinnungsfaktoren und Fibrinolyse

angeborene Defekte von Gerinnungsfaktoren

Gerinnungs-
störungen

Hämoglobin- konstellationen der Erythrozyten

Zusammensetzung und Häufigkeit von Harnsteinen

Haut- und Muskel-
erkrankungen
und assoziierte Antikörper

Spezifität von Banden im Helicobacter pylori-Blot

Heparine: Wirkung, Pharmakokinetik, Therapiekontrolle

Interpretation der Labordiagnostik bei 
V.a. Hepatitis A

Interpretation der Labordiagnostik bei 
V.a. Hepatitis B

Interpretation der Labordiagnostik bei 
V.a. Hepatitis D

Klassifikationssystem für HIV-Infektionen, CDC 1993

Einteilung der Hyperlipoprotein-
ämien
nach Fredrickson

Differentialdiagnose primärer Hyperlipoprotein-
ämien

Differentialdiagnose sekundärer Hyperlipoprotein-
ämien

koronare Risikoabschätzung bei Hyperlipoprotein-
ämie

Hyperlipoprotein-
ämien
: Therapie-
empfehlungen der Europäischen Arteriosklerose- gesellschaft

Melde- und Erfassungspflicht nach dem IfSG

altersabhängige Normwerte der IgG-Subklassen

Kontrollen von Impftitern

Impfkalender für Säuglinge, Kinder und Jugendliche (STIKO)

Indikations- und Auffrischimpfungen sowie andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe (STIKO)

Differentialdiagnose der Knochen-
erkrankungen

Kollagenosen und assoziierte Antikörper

Komplementdefekte und assoziierte Krankheitsbilder

Differentialdiagnose der Komplement-
erkrankungen

Klassifikation der Kryoglobuline (nach Gross, Seligman und Brouet)

Lebererkrankungen und assoziierte Antikörper

Quotienten der Leberwerte und deren Bewertung

Leishmaniosen

Ursachen für Eiweißerhöhung im Liquor

Leukozytenzahl im Liquor

Leukozyten- Differenzierung im Liquor

Liquor-
untersuchungen
: Verdachtsdiagnose und Diagnostik

Interpretation der Lues-Diagnostik

Prophylaxe in Malaria-Endemie- Gebieten

Formen der MEN (multiplen endokrinen Neoplasie)

Natrium: Differentialdiagnose der Hyponatriämie

Natrium: Differentialdiagnose der Hypernatriämie

Nierenerkrankungen und assoziierte Antikörper

Osteoporose: Marker für Knochenaufbau und Knochenabbau

Papilloma-Viren

Diagnosekriterien eines Plasmozytoms

Stadieneinteilung eines Plasmozytoms (Durie und Salmon)

Plazentahormone

Differentialdiagnose der klassischen und atypischen Pneumonie

Porphyrien: Befundkonstellation der Urinporphyrine

pathobiochemische Differenzierung der Porphyrien

Leitproteine und Differentialdiagnostik einer Proteinurie

Klassifikationskriterien der RA (ARA, 1958)

Klassifikationskriterien der RA (ACR, 1987)

enteritische und typhöse Salmonellosen

dekompensierte Störungen im Säure-Basen-
Haushalt

Interpretation von Schilddrüsen-
hormon- konstellationen

Infektionen in der Schwangerschaft

Klassifikationskriterien des SLE (ARA 1982)

Virulenzfaktoren von Staphylokokken

Einteilung der Streptokokken nach Hämolyse und Lancefield-Gruppe

Virulenzfaktoren von Streptokokken

Befunde der Synovialflüssigkeit und Differentialdiagnosen

Tetanus-
Immunprophylaxe im Verletzungsfall

Dosierschema Theophyllin-
Initialtherapie (oral)

Dosierschema Theophyllin nach Vorliegen der Plasmaspiegel- bestimmung

Diagnostik bei V.a. Thyreoiditis

Postexpositionelle Tollwut-
Immunprophylaxe

Vaskulitiden und assoziierte Antikörper

Empfohlene tägliche Zufuhr von Vitaminen (nach Deutscher Gesellschaft für Ernährung [DGE])

Angeborene Störungen im Vitaminstoffwechsel

Wechselwirkungen zwischen Vitaminen und Arzneimitteln

wichtige Quellen für Vitamine

 

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich für eine anonyme Umfrage zu dieser Seite 
1 Minute
Zeit nehmen !

Dr. med. Olav Hagemann

zur Umfrage

Suchen nach:
 

In Partnerschaft mit Amazon.de

 

Impfung gegen Kate-
gorie
Indikation bzw. Reiseziel Anwendungshinweise
(Packungsbeilage / Fachinformationen beachten)
Cholera R
bulletAuf Verlangen des Ziel- oder Transitlandes
bulletnur im Ausnahmefall
bulleteine WHO-Empfehlung besteht nicht
bulletNach Angaben des Herstellers
Diphtherie S/A
bulletPersonen mit fehlender oder unvollständiger Grundimmunisierung oder wenn die letzte Impfung der Grundimmunisierung oder die letzte Auffrischimpfung länger als 10 Jahre zurückliegt
bulletErwachsene sollen die nächste fällige Diphtherie-mpfung einmalig als Tdap-Kombinationsimpfung erhalten, bei entsprechender Indikation als Tdap-I PV-Kombinationsimpfung
bulletBei bestehender Diphtherie-Impfindikation und ausreichendem Tetanus-Impfschutz sollte monovalent gegen Diphtherie geimpft werden.
bulletUngeimpfte oder Personen mit fehlendem Impfnach- weis sollten 2 Impfungen im Abstand von 4–8 Wochen und eine 3. Impfung 6–12 Monate nach der 2. Impfung erhalten.
bulletEine Reise in ein Infektionsgebiet sollte frühestens nach der 2. Impfung angetreten werden.
P
bulletBei Epidemien oder regional erhöhter Morbidität
bulletEntsprechend den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden
P
bulletFür enge (face to face) Kontaktpersonen zu Erkrankten, Auffrischimpfung 5 Jahre nach der letzten Impfung
bulletChemoprophylaxe:
Unabhängig vom Impfstatus präventive antibiotische Therapie z.B. mit Erythromycin (siehe ,,Ratgeber Diphterie"
www.rki.de > Infektions-
krankheiten von A­Z > Diphtherie)
 FSME
(Frühsommer-
meningo-
enzephalitis)
I
bulletPersonen, die in FSME-Risikogebieten  Zecken exponiert sind oder
bulletGrundimmunisierung und Auffrischimpfungen mit einem für Erwachsene bzw. Kinder zugelassenen Impfstoff nach Angaben des Herstellers
bulletEntsprechend den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden; Hinweise zu FSME-Risikogebieten ­  veröffentlicht im Epidemiologischen Bulletin des RKI, Ausgabe 17/2008 ­ sind zu beachten.
B
bulletPersonen, die durch FSME beruflich gefährdet sind  (exponiertes Laborpersonal sowie in Risikogebieten z. B. Forstarbeiter und Exponierte in der Landwirtschaft)

Risikogebiete in Deutschland sind zur Zeit insbesondere:

bulletBaden-Württemberg
bulletBayern:
bulletder größte Teil Schwabens und dem westlichen Teil Oberbayerns
bulletHessen:
bulletLandkreis (LK) Odenwald
bulletLK Bergstraße
bulletLK Darmstadt-Dieburg
bulletStadtkreis (SK) Darmstadt
bulletLK Groß-Gerau
bulletLK Offenbach
bulletLK Main-Kinzig-Kreis
bulletLK Marburg-Biedenkopf
bulletRheinland-Pfalz:
bullet Landkreis Birkenfeld
bulletThüringen:
bulletSK Jena
bulletSK Gera
bulletLK Saale-Holzland-Kreis
bulletLK Saale-Orla-Kreis
bulletLK Saalfeld-Rudolstadt
bulletLK Hildburghausen
bulletLK Sonneberg

(Saisonalität beachten: April ­ November)

R Zeckenexposition in FSME-Risikogebieten außerhalb Deutschlands  
P   siehe Epidemiolog. Bull 15/2007
Gelbfieber R/B
bulletEntsprechend den Impfanforderungen der Ziel- oder Transitländer sowie vor Aufenthalt in bekannten Endemiegebieten im tropischen Afrika und in Südamerika
bulletdie Hinweise der WHO zu Gelbfieber-Infektionsgebieten sind zu beachten.
bulleteinmalige Impfung in den von den Gesundheitsbehörden zugelassenen Gelbfieber-Impfstellen
bulletAuffrischimpfungen in 10-jährigen Intervallen
Haemophilus influenzae Typ b (Hib) I Personen mit anatomischer oder funktioneller Asplenie
bulletsiehe Angaben des jeweiligen Impfstoffherstellers
P Nach engem Kontakt zu einem Patienten mit invasiver Haemophilus-influenzae-b-Infektion wird eine Rifampicin-Prophylaxe (siehe rechts) empfohlen:
bulletfür alle Haushaltsmitglieder (außer für Schwangere) ab einem Alter von 1 Monat, wenn sich dort ein ungeimpftes oder unzureichend geimpftes Kind im Alter bis zu 4 Jahren oder aber eine Person mit einem relevanten Immundefekt befindet
bulletfür ungeimpfte exponierte Kinder bis 4 Jahre in Gemeinschaftseinrichtungen

Falls eine Prophylaxe indiziert ist, sollte diese umgehend, spätestens 7 Tage nach Beginn der Erkrankung des Indexfalles, begonnen werden.

Dosierung Rifampicin:
bulletab 1 Monat: 20 mg/kg/Tag (maximal 600 mg) in 1 ED für 4 Tage
bulletErwachsene: 600 mg p. o. in 1 ED für 4 Tage 
bulletDa bei Schwangeren die Gabe von Rifampicin und Gyrasehemmern kontraindiziert ist, kommt bei ihnen zur Prophylaxe ggf. Ceftriaxon in Frage.
Hepatitis A
(HA)
I
1. Personen mit einem Sexualverhalten mit hoher Infektionsgefährdung
2. Personen mit häufiger Übertragung von Blutbestandteilen, z. B. Hämophile, oder Krankheiten der Leber/mit Leberbeteiligung
3. Bewohner von psychiatrischen Einrichtungen oder vergleichbaren Fürsorgeeinrichtungen für Zerebralgeschädigte oder Verhaltensgestörte
bulletGrundimmunisierung und Auffrischimpfung nach Angaben des Herstellers
bulletDie serologische Vortestung auf anti-HAV ist nur bei den Personen erforderlich:
bulletdie länger in Endemiegebieten gelebt haben
bulletin Familien aus Endemie- gebieten aufgewachsen
bulletvor 1950 geboren wurden
B
4. Gesundheitsdienst (inkl. Küche, Labor, technischer und Reinigungs- bzw. Rettungsdienst, psychiatrische und Fürsorgeeinrichtungen, Behindertenwerkstätten, Asylbewerberheime)

Durch Kontakt mit möglicherweise infektiösem Stuhl Gefährdete inkl. Auszubildende, Studenten

5. Kanalisations- und Klärwerksarbeiter mit Abwasserkontakt
6. Tätigkeit (inkl. Küche und Reinigung) in Kindertages- stätten, Kinderheimen u. ä.
 
P
bulletKontakt zu Hepatitis-A-Kranken(Riegelungsimpfung vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen; s. a. ,,Ratgeber Hepatitis A" unter: www.rki.de > Infektionskrankheiten von A­Z > Hepatitis A)
bulletNach einer Exposition von Personen, für die eine Hepatitis A eine besonders große Gefahr darstellt, (z.B. chronisch HBV- oder HCV-Infizierte), sollte simultan mit der ersten Impfung ein Immunglobulin-Präparat gegeben werden.
R
bulletReisende in Regionen mit hoher Hepatitis-A-Prävalenz
 
Hepatitis B
(HB)
I
1. Patienten mit chronischer
Nieren-(Dialyse)/Leberkrankheit/ Krankheit mit Leberbeteiligung/häufiger Übertragung von Blut(bestandteilen, z. B. Hämophile), vor ausgedehntem chirurgischem Eingriff (z. B. unter Verwendung der Herz-Lungen-Maschine), HIV-Positive
2. Kontakt mit HBsAg-Träger in Familie/Wohngemeinschaft
3. Sexualkontakt zu HBsAg-Träger bzw. Sexualverhalten mit hoher Infektionsgefährdung
4. Drogenabhängigkeit, längerer Gefängnisaufenthalt
5. Durch Kontakt mit HBsAg-Trägern in einer Gemeinschaft
(Kindergärten, Kinderheime, Pflegestätten, Schulklassen, Spielgemeinschaften) gefährdete Personen
6. Patienten in psychiatrischen Einrichtungen oder Bewohner vergleichbarer Fürsorgeeinrichtungen für Zerebralgeschädigte oder Verhaltensgestörte sowie Personen in Behindertenwerkstätten
bulletHepatitis-B-Impfung nach serologischer Vortestung:
bulletIndikationen 1-4, 6, 7 → anti-HBc-Test negativ)
bulletImpferfolgskontrolle erforderlich:
bulletIndikationen 1, 2, 7, 8 →   anti-HBs-Test 4-8 Wochen nach 3. Dosis)
bulletbzw. sinnvoll bei über 40-Jährigen/anderen Personen mit möglicher schlechter Ansprechrate (z. B. Immundefizienz)
bulletBei Anti-HBs-Werten
<100 IE/l → sofort Wiederimpfung mit erneuter Kontrolle
bulletbei erneutem Nichtansprechen →   Wiederimpfungen mit in der Regel max. 3 Dosen wiederholen
bulletBei erfolgreicher Impfung (anti HBs > 100 IE/l) →  Auffrischung nach 10 Jahren (1 Dosis)
bulletBei in der Kindheit Geimpften mit neu aufgetretenem HB-Risiko (z. B. Indikation 1–8) → eine Dosis HB- Impfstoff mit anschließender serologischer Kontrolle (anti-HBs- und anti-HBc-Bestimmung) 4–8 Wochen nach Wiederimpfung für die Indikation 1, 2, 7, 8

 

B
7. Gesundheitsdienst (inkl. Labor, technischer Reinigungs-/ Rettungsdienst) sowie Personal psychiatrischer/Fürsorge-einrichtungen/Behindertenwerkstätten, Asylbewerberheime

Durch Kontakt mit infiziertem Blut oder infizierten Körperflüssigkeiten Gefährdete, Auszubildende und Studenten

8. Möglicher Kontakt mit infiziertem Blut oder infizierten Körperflüssigkeiten (Gefährdungsbeurteilung durchführen), z.B. Müllentsorger, industrieller Umgang mit Blut(produkten), ehrenamtliche Ersthelfer, Polizisten, Sozialarbeiter, (Gefängnis-)Personal mit Kontakt zu Drogenabhängigen
R/B
bulletReisende in Regionen mit hoher Hepatitis-B-Prävalenz:
bulletbei Langzeitaufenthalt mit engem Kontakt zu Einheimischen
 
P
bulletVerletzungen mit möglicherweise HBV-haltigen Gegenständen, z. B. Nadelstich
bulletNeugeborene HBsAg-positiver Mütter oder von Müttern mit unbekanntem HBsAg-Status (unabhängig vom Geburtsgewicht)
bulletsiehe Impfungen
Humane Papillomaviren
(HPV)
    Frauen, die zum von der STIKO empfohlenen Zeitpunkt (12-17 Jahre) keine Impfung gegen HPV erhalten haben, können ebenfalls von einer Impfung gegen HPV profitieren. Es liegt in der Verantwortung des Arztes, nach individueller Prüfung von Nutzen und Risiko der Impfung seine Patientinnen auf der Basis der Impf- stoffzulassung darauf hinzuweisen.
Influenza S
bulletPersonen über 60 Jahre
bulletJährliche Impfung im Herbst mit einem Impfstoff mit aktueller von der WHO empfohlener Antigenkombination
I
bulletKinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens wie z. B.:
bulletchronische Krankheiten der Atmungsorgane (inklusive Asthma und COPD)
bulletchronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten
bulletDiabetes und andere Stoffwechselkrankheiten
bulletMultiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben
bulletPersonen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten mit T- und/oder B-zellulärer Restfunktion
bulletHIV-Infektion 
bulletsowie Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen
B/I
bulletPersonen mit erhöhter Gefährdung:
bulletz. B. medizinisches Personal
bulletPersonen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr 
bulletPersonen, die als mögliche Infektionsquelle für von ihnen betreute ungeimpfte Risikopersonen fungieren können
I/B Personen mit erhöhter Gefährdung durch direkten Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln Eine Impfung mit dem aktuellen saisonalen humanen Influenza-Impfstoff bietet keinen direkten Schutz vor Infektionen durch den Erreger der aviären Influenza, sie kann jedoch Doppelinfektionen mit den aktuell zirkulierenden Influenzaviren verhindern (für Beschäftigte s. a.: TRBA 608 des ABAS)
R/I Für Reisende aus den unter S (Standard-) und I (Indikationsimpfung) genannten Personengruppen, die nicht über einen aktuellen Impfschutz verfügen, ist die Impfung generell empfehlenswert, für andere Reisende ist eine Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend Exposition und Impfstoffverfügbarkeit sinnvoll.  
I
bulletWenn eine intensive Epidemie aufgrund von Erfahrungen in anderen Ländern droht oder nach deutlicher Antigendrift bzw. einer Antigenshift zu erwarten ist und der Impfstoff die neue Variante enthält
bulletEntsprechend den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden
Masern B
bulletungeimpfte bzw. empfängliche Personen:
bulletin Einrichtungen der Pädiatrie, der Onkologie sowie in der Betreuung von Immundefizienten
bulletin Gemeinschaftseinrichtungen für das Vorschulalter und Kinderheimen
bulletEinmalige Impfung, vorzugsweise mit MMR-Impfstoff (s. a. Epid. Bull. 29/2006, S. 230–231)
P
bulletungeimpfte oder einmal geimpfte Kinder und Jugendliche sowie andere gefährdete Personen:
bulletin Gemeinschaftseinrichtungen mit Kontakt zu Masernkranken
bulletmöglichst innerhalb von 3 Tagen nach Exposition
bulletImpfung vorzugsweise mit MMR-Impfstoff
bullet Eine Immunglobulingabe ist zu erwägen:
bulletfür gefährdete Personen mit hohem Komplikationsrisiko
bulletfür Schwangere
bullets. a. Epid. Bull. 29/2001, S. 223
Meningokokken-
Infektionen
(Gruppen A, C,
W135, Y)
I
bulletGesundheitlich Gefährdete: 
bullet Personen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten mit T- und/oder B-zellulärer Restfunktion, insbesondere Komplement-/
Properdindefekte
bulletHypogammaglobulinämie
bulletAsplenie
bullet Kindern unter 2 Jahren:
bulletImpfung mit konjugiertem MenC-Impfstoff (dabei Empfehlungen des Herstellers zum Impfschema beachten)
bulletnach vollendetem
2. Lebensjahr: im Abstand von 6-12 Monaten durch 4-valenten Polysaccharid-Impfstoff (PS-Impfstoff) ergänzen.
bullet Personen nach dem vollendeten 2. Lebensjahr:
bulleteine Impfung mit konjugiertem MenC-Impfstoff, gefolgt von einer Impfung mit 4-valentem PS-Impfstoff im Abstand von 6 Monaten
B
bulletGefährdetes Laborpersonal
(bei Arbeiten mit dem Risiko eines N.-meningitidis-Aerosols!)
bulletImpfung mit konjugiertem MenC-Impfstoff, gefolgt von einer Impfung mit 4-valentem PS-Impfstoff im Abstand von 6 Monaten
bulletbei bereits mit PS-Impfstoff geimpften Personen ist auch die Nachimpfung mit dem Konjugat-Impfstoff nach 6 Monaten sinnvoll.
R
bulletReisen in epidemische/hyperendemische Länder, besonders bei engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung;
bullet Entwicklungshelfer; dies gilt auch für Aufenthalte in Regionen mit Krankheitsausbrüchen und Impfempfehlung für die einheimische Bevölkerung (WHO- und Länderhinweise beachten)
bulletBei Säuglingen, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen  → eine Impfung mit epidemiologisch indiziertem A-, C-, oder A,C,W135,Y-Polysaccharid-Impfstoff (für den afrikanischen Meningitis-Gürtel wird wegen der Zirkulation der Serogruppe W135 in einigen Ländern derzeit der A,C,W135,Y-Impfstoff bevorzugt).
bulletDer Impferfolg ist bei Kindern unter 2 Jahren vor allem für die Serogruppen C, W135 und Y deutlich schlechter als bei Erwachsenen; es kann für diese Altersgruppe jedoch zumindest ein kurzfristiger Schutz gegen die Serogruppe A erreicht werden.
bulletFür Kinder unter 1 Jahr steht eine Impfprophylaxe mit konjugiertem Impfstoff zur Verfügung, wenn vor einer Krankheit durch die Serogruppe C geschützt werden soll.
R
bulletVor Pilgerreise (Hadj)
bulletEine Impfung mit 4-valentem PS-Impfstoff (Einreisebestimmungen beachten)
R
bulletSchüler/Studenten vor Langzeit-Aufenthalten in Ländern mit empfohlener allgemeiner Impfung für Jugendliche oder selektiver Impfung für Schüler/Studenten
bulletEntsprechend den Empfehlungen der Zielländer
bulletBei fortbestehendem Infektionsrisiko Wiederimpfung für alle oben angegebenen Indikationen nach Angaben des Herstellers, für PS-Impfstoff im Allgemeinen nach 3 Jahren.
I/P
bulletBei Ausbrüchen oder regionalen Häufungen auf Empfehlung der Gesundheitsbehörde (siehe Impfungen → Abschnitt ,,Spezielle Hinweise zur Durchführung von Schutzimpfungen")
 
P Für enge Kontaktpersonen zu einem Fall einer invasiven Meningokokken-Infektion (alle Serogruppen) wird eine Rifampicin-Prophylaxe empfohlen (außer für Schwangere; s. dort)

Hierzu zählen:

bullet alle Haushaltskontaktmitglieder
bullet Personen mit Kontakt zu oropharyngealen Sekreten eines Patienten
bullet Kontaktpersonen in Kindereinrichtungen mit Kindern unter 6 Jahren (bei guter Gruppentrennung nur die betroffene Gruppe)
bullet enge Kontaktpersonen in Gemeinschaftseinrichtungen mit haushaltsähnlichem Charakter (Internate, Wohnheime sowie Kasernen)

Die Chemoprophylaxe ist indiziert, falls enge Kontakte mit dem Indexpatienten in den letzten 7 Tagen vor dessen Erkrankungsbeginn stattgefunden haben. Sie sollte möglichst bald nach der Diagnosestellung beim Indexpatienten erfolgen, ist aber bis zu 10 Tage nach letzter Exposition sinnvoll.

Zusätzlich zur Chemoprophylaxe wird für bisher ungeimpfte, enge Kontaktpersonen (Haushaltskontakte oder enge Kontakte mit haushaltsähnlichem Charakter) eines Erkrankten mit einer impfpräventablen invasiven Meningokokken-Infektion so bald wie möglich nach dem Kontakt die Meningokokken-Impfung empfohlen

Dosierung:
bulletRifampicin:
Neugeborene 10 mg/kg/Tag in 2 ED p.o. für 2 Tage
Säuglinge, Kinder und Jugendliche bis 60 kg 20 mg/kg/Tag in 2 ED p.o. für 2 Tage, (maximale ED 600 mg)
Jugendliche und Erwachsene ab 60 kg 2 x 600 mg/Tag für 2 Tage

Eradikationsrate: 72–90%

bulletggf. Ceftriaxon:
bis 12 Jahre: 125 mg i.m.
ab 12 Jahren 250 mg i.m. in einer ED

Eradikationsrate: 97%

bulletCiprofloxacin:
ab 18 Jahren einmal 500 mg p. o.

Eradikationsrate: 90–95%

bulletDa bei Schwangeren die Gabe von Rifampicin und Gyrasehemmern kontraindiziert ist, kommt bei ihnen zur Prophylaxe ggf. Ceftriaxon in Frage.

Der Indexpatient mit einer invasiven Meningokokken-Infektion sollte nach Abschluss der Therapie ebenfalls Rifampicin erhalten, sofern er nicht intravenös mit einem Cephalosporin der 3. Generation behandelt wurde.

Bei Serogruppe C:

bulletImpfung mit einem Konjugat-Impfstoff ab dem Alter von 2 Monaten, nach Empfehlungen des Herstellers

Bei Serogruppe W135 oder Y:

bulletImpfung mit einem quadrivalenten Polysaccharid-Impfstoff (A,C,W135,Y) ab dem Alter von 24 Monaten (siehe auch Neuerungen Epid. Bull. 33/2009)

Bei Serogruppe A:

bulletImpfung mit einem bivalenten (A,C) oder quadrivalenten Polysaccharid-Impfstoff (A,C,W135,Y) ab dem Alter von 3 Monaten (siehe auch Neuerungen Epid. Bull. 33/2009)
Mumps B
bulletUngeimpfte bzw. empfängliche Personen:
bulletin Einrichtungen der Pädiatrie
bulletin Gemeinschaftseinrichtungen für das Vorschulalter
bulletin Kinderheimen
bulletEinmalige Impfung, vorzugsweise mit MMR-Impfstoff
P
bulletungeimpfte oder einmal geimpfte Kinder und Jugendliche sowie andere gefährdete Personen:
bulletin Gemeinschaftseinrichtungen mit Kontakt zu Mumpskranken, möglichst innerhalb von 3 Tagen nach Exposition
bulletVorzugsweise mit MMR-Impfstoff
Pertussis I Erwachsene sollen die nächste fällige Td-Impfung einmalig als Tdap-Kombinations-impfung erhalten

Sofern kein adäquater Immunschutz vorliegt, sollen 

bulletFrauen mit Kinderwunsch präkonzeptionell
bulletenge Haushaltskontaktpersonen (Eltern, Geschwister) und Betreuer (z. B. Tagesmütter, Babysitter, ggf. Großeltern) möglichst vier Wochen vor Geburt des Kindes eine Dosis Pertussis-Impfstoff erhalten
bulletErfolgte die Impfung nicht vor der Konzeption, sollte die Mutter bevorzugt in den ersten Tagen nach der Geburt des Kindes geimpft werden.
Tdap-Kombinationsimpfstoff, bei entsprechender Indikation als Tdap-IPV-Kombinationsimpfung
B
bulletSofern in den letzten 10 Jahren keine Pertussis-Impfung stattgefunden hat, sollte Personal im Gesundheitsdienst sowie in Gemeinschaftseinrichtungen eine Dosis Pertussis-Impfstoff erhalten.
P
bulletIn einer Familie bzw. Wohngemeinschaft oder einer Gemeinschaftseinrichtung für das Vorschulalter ist für Personen mit engen Kontakten ohne Impfschutz eine Chemoprophylaxe mit einem Makrolid empfehlenswert (s.a. RKI-Ratgeber Pertussis).
Pneumokokken-
Krankheiten
S
bulletPersonen über 60 Jahre
bulletEine Impfung mit Polysaccharid-Impfstoff
bulletWiederholungsimpfung im Abstand von 6 Jahren nach Angaben der Hersteller für Personen mit erhöhtem Risiko für schwere Pneumokokken- Erkrankungen (Risiko-Nutzen-Abwägung beachten)
I Kinder (ab vollendetem 2. Lebensjahr), Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grundkrankheit:
 
bulletAngeborene oder erworbene Immundefekte mit T- und/oder B-zellulärer Restfunktion, wie z.B.:
bulletHypogammaglobulinaemie, Komplement- und Properdindefekte
bulletbei funktioneller oder anatomischer Asplenie
bulletbei Sichelzellenanaemie
bulletbei Krankheiten der blutbildenden Organe
bulletbei neoplastischen Krankheiten
bulletbei HIV-Infektion
bulletnach Knochenmarktransplantation
bulletvor Organtransplantation und vor Beginn einer immunsuppressiven Therapie
bulletChronische Krankheiten, wie z.B.:
bulletHerz-Kreislauf-Krankheiten
bulletKrankheiten der Atmungsorgane (inklusive Asthma und COPD)
bulletDiabetes mellitus oder andere Stoffwechselkrankheiten
bulletchronische Nierenkrankheiten/ nephrotisches Syndrom
bulletneurologische Krankheiten, z.B. Zerebralparesen oder Anfallsleiden
bulletLiquorfistel
bulletvor Organtransplantation und vor Beginn einer immunsuppressiven Therapie
Gefährdete Säuglinge und Kinder (vom vollendeten 2. Lebensjahr bis zum vollendeten 5. Lebensjahr) erhalten Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff

Personen mit fortbestehender gesundheitlicher Gefährdung können ab vollendetem 2. Lebensjahr Polysaccharid-Impfstoff erhalten. Bei den ­ wie empfohlen ­ zuvor mit Konjugat-Impfstoff geimpften Kindern (s.o.) beträgt der Mindestabstand zur nachfolgenden Impfung mit Polysaccharid-Impfstoff 2 Monate.

Bei folgenden Indikationen sind eine ggf. auch mehrere Wiederholungsimpfungen mit Polysaccharid-Impfstoff im Abstand von 5 (Erwachsene) bzw. mindestens 3 Jahren (Kinder unter 10 Jahren) in Erwägung zu ziehen (Risiko-Nutzen-Abwägung beachten):
bulletAngeborene oder erworbene Immundefekte mit T- und/oder B-zellulärer Restfunktion
bulletchronische Nierenkrankheiten/ nephrotisches Syndrom

Poliomyelitis S
bulletAlle Personen bei fehlender oder unvollständiger Grundimmunisierung
bulletAlle Personen ohne einmalige Auffrischimpfung
bulletErwachsene, die im Säuglings- und Kleinkindalter eine vollständige Grundimmunisierung und im Jugendalter oder später mindestens eine Auffrischimpfung erhalten haben oder die als Erwachsene nach Angaben des Herstellers grundimmunisiert wurden und eine Auffrischimpfung erhalten haben, gelten als vollständig immunisiert.
bulletDarüber hinaus wird eine routinemäßige Auffrischimpfung nach dem vollendeten 18. Lebensjahr nicht empfohlen.
bulletUngeimpfte Personen erhalten IPV entsprechend den Angaben des Herstellers.
bulletAusstehende Impfungen der Grundimmunisierung werden mit IPV nachgeholt.
I Für folgende Personengruppen ist eine Auffrischimpfung indiziert:
bulletReisende in Regionen mit Infektionsrisiko (die aktuelle epidemische Situation ist zu beachten, insbesondere die Meldungen der WHO)
bulletAussiedler, Flüchtlinge und Asylbewerber, die in Gemeinschaftsunterkünften leben, bei der Einreise aus Gebieten mit Polio-Risiko, siehe Impfungen
bulletImpfung mit IPV, wenn die Impfungen der Grundimmunisierung nicht vollständig dokumentiert sind oder die letzte Impfung der Grundimmunisierung bzw. die letzte Auffrischimpfung länger als 10 Jahre zurückliegen.
bulletPersonen ohne Nachweis einer Grundimmunisierung sollten vor Reisebeginn wenigstens 2 Dosen IPV erhalten.
B
bulletPersonal der oben genannten Einrichtungen
bulletMedizinisches Personal, das engen Kontakt zu Erkrankten haben kann
bulletPersonal in Laboratorien mit Poliomyelitis-Risiko
 
P
bulletBei einer Poliomyelitis-Erkrankung sollten alle Kontaktpersonen unabhängig vom Impfstatus ohne Zeitverzug eine Impfung mit IPV erhalten.
bulletEin Sekundärfall ist Anlass für Riegelungsimpfungen.
bulletSofortige umfassende Ermittlung und Festlegung von Maßnahmen durch die Gesundheitsbehörde
bulletRiegelungsimpfungen mit OPV und Festlegung weiterer Maßnahmen durch Anordnung der Gesundheitsbehörden
Röteln I
bulletseronegative Frauen mit Kinderwunsch
bulletEinmalige Impfung - vorzugsweise mit MMR-Impfstoff - mit nachfolgender Kontrolle des Röteln-Impferfolges
B
bulletUngeimpfte bzw. empfängliche Personen in Einrichtungen:
bulletder Pädiatrie
bulletder Geburtshilfe 
bullet der Schwangerenbetreuung sowie 
bulletin Gemeinschaftseinrichtungen für das Vorschulalter und in Kinderheimen
P
bulletUngeimpfte oder einmal geimpfte Kinder mit Kontakt zu Rötelnkranken; möglichst innerhalb von 3 Tagen nach Exposition
bulletVorzugsweise mit MMR-Impfstoff
Tetanus S/A
bulletAlle Personen bei fehlender oder unvollständiger Grundimmunisierung
bullet wenn die letzte Impfung der Grundimmunisierung oder die letzte Auffrischimpfung länger als 10 Jahre zurückliegen
bullet Eine begonnene Grundimmunisierung wird vervollständigt
bulletAuffrischimpfung in 10jährigem Intervall.
bulletErwachsene sollen die nächste fällige Tetanus-Impfung einmalig als Tdap-Kombinationsimpfung erhalten, bei entsprechender Indikation als Tdap-IPV-Kombinationsimpfung.
P
bulletSiehe Tabelle: Tetanus-Immunprophylaxe im Verletzungsfall
Tollwut B
bulletTierärzte, Jäger, Forstpersonal u.a. Personen bei Umgang mit Tieren in Gebieten mit Wildtiertollwut sowie ähnliche Risikogruppen (z.B. Personen mit beruflichem oder sonstigem engen Kontakt zu Fledermäusen)
bulletDosierungsschema nach Angaben des Herstellers
bulletPersonen mit weiterbestehendem Expositionsrisiko sollten regelmäßig eine Auffrischimpfung entsprechend den Angaben des Herstellers erhalten.
 
bulletPersonal in Laboratorien mit Tollwutrisiko
bulletMit Tollwutvirus arbeitendes Laborpersonal sollte halbjährlich auf neutralisierende Antikörper untersucht werden. 
bullet Eine Auffrischimpfung ist bei < 0.5 IE/ml Serum indiziert.
R
bulletReisende in Regionen mit hoher Tollwutgefährdung (z. B. durch streunende Hunde)
 
P
bulletSiehe Tabelle: Postexpositionelle Tollwut-Immunprophylaxe
 
Tuberkulose  
bulletDie Impfung mit dem derzeit verfügbaren BCG-Impfstoff wird nicht empfohlen.
 
Typhus R
bullet Reisen in Endemiegebiete
bulletsiehe Angaben des jeweiligen Impfstoffherstellers
Varizellen S
bulletUngeimpfte 9- bis 17-jährige Jugendliche ohne Varizellen-Anamnese

Zwei Dosen nach Angaben des Herstellers

"Empfängliche Personen" bedeutet:

bulletanamnestisch keine Varizellen
bulletkeine Impfung
bulletbei serologischer Testung kein Nachweis spezifischer Antikörper
I
  1. seronegative Frauen mit Kinderwunsch
  2. seronegative Patienten vor geplanter Immunsuppressiver Therapie oder Organtransplantation
  3. Die einschränkenden Hinweise zur Impfung seronegativer Patienten unter immunsuppressiver Therapie sind den Hinweisen im Epidemiologischen Bulletin, Sonderdruck November 2005, zu entnehmen.
  4. empfängliche Patienten mit schwerer Neurodermitis
  5. empfängliche Personen mit engem Kontakt zu den unter Punkt 2 bis 4 Genannten
B Seronegatives Personal im Gesundheitsdienst, insbesondere der Bereiche:
bulletPädiatrie
bulletOnkologie
bulletGynäkologie/Geburtshilfe
bulletIntensivmedizin 
bullet Betreuung von Immundefizienten 
bullet Neueinstellungen in Gemeinschaftseinrichtungen für das Vorschulalter
P Empfehlungen zur postexpositionellen Varizellen-Prophylaxe durch Inkubationsimpfung:
Bei ungeimpften Personen mit negativer Varizellen-Anamnese und Kontakt zu Risikopersonen ist eine postexpositionelle Impfung innerhalb von 5 Tagen nach Exposition* oder innerhalb von 3 Tagen nach Beginn des Exanthems beim Indexfall zu erwägen. Dies ist jedoch keine ausreichende Begründung für den Verzicht auf die Absonderung gegenüber Risikopersonen

* Exposition heißt:
bullet1 Stunde oder länger mit infektiöser Person in einem Raum
bulletface-to-face-Kontakt
bulletHaushaltskontakt
Durch passive Immunisierung mit Varizella-Zoster-Immunglobulin (VZIG):
Die postexpositionelle Gabe von VZIG wird empfohlen innerhalb von 96 Stunden nach Exposition*, sie kann den Ausbruch einer Erkrankung verhindern oder deutlich abschwächen

Sie wird empfohlen für Personen mit erhöhtem Risiko für Varizellen-Komplikationen, dazu zählen:

bulletungeimpfte Schwangere ohne Varizellen-Anamnese
bulletimmundefiziente Patienten mit unbekannter oder fehlender Varizellen-Immunität
bulletNeugeborene, deren Mutter 5 Tage vor bis 2 Tage nach der Entbindung an Varizellen erkrankte

Für Applikation und Dosierung von VZIG sind die Herstellerangaben zu beachten!

 

Kürzel Bedeutung
S Standardimpfungen mit allgemeiner Anwendung=Regelimpfungen, siehe auch Tabelle Impfkalender für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene (STIKO)
SM Standardimpfungen für Mädchen=Regelimpfungen, siehe auch Tabelle Impfkalender für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene (STIKO)
A Auffrischimpfungen
I Indikationsimpfungen für Risikogruppen bei individuell (nicht beruflich) erhöhtem Expositions-, Erkrankungs- oder Komplikationsrisiko sowie auch zum Schutz Dritter

B

Impfungen aufgrund eines erhöhten beruflichen Risikos, z.B. nach Gefährdungsbeurteilung entsprechend der Biostoffverordnung und dem G42 und aus hygienischer Indikation

R

Impfungen aufgrund von Reisen

P postexpositionelle Prophylaxe/Riegelungsimpfung bzw. andere Maßnahmen der spezifischen Prophylaxe (Immunglobulingabe oder Chemoprophylaxe) bei Kontaktpersonen in Familie und Gemeinschaft

Tabellen modifiziert nach:  Epidemiologischem Bulletin 30/2008

Siehe auch: 

bulletParameter:
bulletDiphtherie
bulletPertussis
bulletTetanus
bulletHepatitis-B
bulletPolio
bulletMasern
bulletMumps
bulletRöteln
bulletWindpocken/Gürtelrose (Varizella-Zoster-Virus)
bulletInfluenza
 
bulletDiagnostik:
bulletImpfungen
 
bulletTabellen:
bulletTabelle:Kontrollen von Impftitern
bulletTabelle: Impfkalender (STIKO)

 

     

 

 

Hinweise zum Haftungsausschluß, zu Links, zum Copyright | Impressum | Kontakt | Tipps

TOP-Themen:  Alkoholismus | Allergien | Anämie | Anämie-Diagn. | Bilirubin | BlutgruppeBorrelia-Antikörper
Borrelien | Borreliose | Borreliose- Stadien und Symptome | Borrelien-Blot | kleines Blutbild
großes Blutbild
| Blutwerte | Campylobacter | CDT | Chromosomen-Analyse | Clomifen-Test | Coxsackie-Virus
  Cytomegalie-Virus | Dermatophyten | Diabetes-mellitus-Diagnostik | Differentialblutbild | Drogenscreening  
EBV | Gamma-GT | Gestose | Gerinnung und Fibrinolyse | GOT | GPT | HCG | HIV |
Hepatitis-A | Hepatitis-B | Hepatitis-C | Herzinfarkt | Herzinsuffizienz | Impfungen | Kreatinin  
Kreatinin-Clearance | Laborwerte |
Laborarzt | Labormedizin | Leberwerte | Masern | Mumps 
Quick-Wert | Quick-Wert und INR: PatienteninformationRheumaSchilddrüsen-Diagnostik
Schwangerschaftsinfektionen
StreptokokkenStaphylococcus aureus | Syphilis 
Stuhl-Untersuchungen
TumormarkerZeckenZöliakie

Labor-Seiten: www.laborlexikon.de | www.bakteriologieatlas.de | www.labor-arzt.de | www.labor-bochum.de
  www.laborarzt24.de

Medizin-Seiten: www.medfb.de | www.medguide24.de | www.medweb24.de

Selbsthilfe-Seiten: www.achromatopsie.de | www.achromatopsie.net

www.laboratory-lexicon.com | www.laboratory-lexicon.co.uk

Spiegel-Seiten: www.bakteriologie-atlas.de | www.labor-lexikon.de | www.med-fb.de | www.laborarzt24.com 
www.laborarzt24.info
| www.laborarzt24.net | www.laborlexikon.info | www.laborlexikon.com
www.medfb.info | www.medfb.com | www.ruhrlabor.de | www.saarlabor.de | www.medweb24.com
www.medweb24.info | www.medguide24.info | www.medguide24.com  
www.laborlexikon.ch | www.laborlexikon.at | www.laborlexikon.net

Verbraucher-Tipps: Schufa Score